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Ultraschallbilder
Schwanger? Verzweifelt? Ich brauche Hilfe!

Ein Genie um ein Haar abgetrieben

Dieser professionell gemachte Kurzfilm basiert auf einem wahren Hintergrund. Er spielt im 18. Jahrhundert. Eine Schwangere bewegt sich am Rande des Abgrunds. Auch ihrem Kind droht die Vernichtung … Doch es kommt nicht soweit. Stattdessen kann die Mutter schliesslich trotz schwieriger Geburt aufrichtig Ja zu ihrem Kind sagen – oder, mit den Worten des Films gesprochen: sie schafft es, «die Misstöne aufzugreifen» und mit ihnen «eine neue Melodie zu beginnen». ■ Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln ■ Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite) ■ Quelle: https://crescendomovie.com

Das Geburtstagskind wurde abgetrieben

Es ist ein Gedanke, der viele Frauen nach einer Abtreibung verfolgt: «Was wäre, wenn mein Kind noch leben würde?» Im Kurzfilm «Aaron» hat eine junge Frau am errechneten Geburtstag ihres abgetriebenen Sohnes mit dieser Frage zu kämpfen: Sie bildet sich ein, den Tag mit ihm auf dem Spielplatz zu verbringen. Das Video gipfelt darin, dass sie alleine auf einer Parkbank sitzt und die Stimme eines kleinen Jungen flüstern hört: «Ich liebe dich, Mama. Ich vergebe dir.» ■ Sprache: Englisch ■ Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite) ■ Quelle: http://lifesitenews.com

«Mami, ich will erzählen, was Abtreibung wirklich ist»

Der Kurzfilm «To Be Born» («Geboren werden») handelt von einer jungen Frau, die mit einer ungeplanten Schwangerschaft konfrontiert ist und vorhat abzutreiben. Mitten in der Prozedur befindet sie sich in einer bedauerlichen Situation: Sie hört ihre ungeborene Tochter, die beginnt, die erschütternden Details über das, was mit ihr gerade geschieht, zu schildern. ■ ACHTUNG: Dieser Film enthält Szenen mit Darstellungen, die für Minderjährige sowie empfindlich reagierende Zuschauer möglicherweise nicht geeignet sind. ■ Sprache: Englisch ■ Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite) ■ Quelle: http://tobeborn.com ■ Kommentar: Teilweise keine leichte Kost, aber echt professionell gemachter Kurzfilm!

«Dein Fleisch und Blut»

Rap-Videoclip «Dis Fleisch und Bluet» (Dein Fleisch und Blut) ■ Stego feat. Cesca ■ Sprache: Schweizerdeutsch ■ Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite) ■ Quelle: http://stego.ch

Nachrichten

Politik23.03.2017

70 Prozent der Schweizer wollen, dass gebüsst wird, wer zur Abtreibung drängt

Klare Mehrheiten in repräsentativer Meinungsumfrage

Mann mit schnellem Auto.

_Wenn Männer Druck zur Abtreibung machen …_ Eine Frau im Schwangerschaftskonflikt braucht kein schnelles Auto, … (© Bild: Andrey Kiselev/123RF)

Weinende Frau.

… sondern Schutz und Hilfe. (© Bild: Artem_Furman/iStock/Thinkstock)

Im Auftrag des Vereins Mamma befragte ein Schweizer Markt- und Sozialforschungsinstitut 1102 Personen aus der ganzen Schweiz zum Thema «Abtreibung gegen den eigenen Willen». Die Ergebnisse der Umfrage sprechen dafür, dass das Anliegen, schwangere Frauen vor dem Druck zur Abtreibung zu schützen, bei der breiten Bevölkerung auf eine positive Resonanz stösst.

«Was denken Sie», fragten die Meinungsforscher am Telefon, «wie oft passiert es, dass Frauen, die ungewollt schwanger sind, aufgrund des Drucks der Umstände oder ihres menschlichen Umfelds – zum Beispiel des Kindsvaters, der Eltern, des Arbeitgebers – eine Abtreibung erwägen oder dazu gedrängt werden?» – Das Resultat der Umfrage zeigt: 84 % der Bevölkerung glauben, dass es oft oder zumindest manchmal passiert. 8 % haben dazu keine Meinung. Nur wenige (weitere 8 %) sind der Meinung, das geschehe fast nie. Dass schwangere Frauen ihr Kind unfreiwillig abtreiben, ist also in der öffentlichen Wahrnehmung keine Randerscheinung. Doch welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen? Benötigen Frauen einen besonderen Schutz in diesem Bereich?

 

Starke Zustimmung. Vor diesem Hintergrund stehen die weiteren Fragen, die der Verein Mamma in den Interviews stellen liess. Könnte die Einführung einer obligatorischen Bedenkzeit vor einer Abtreibung den Druck abfedern? Könnte es sinnvoll sein, Abtreibungen dann generell zu verbieten, wenn das «falsche» Geschlecht des Kindes den Ausschlag gibt? Soll über die Abtreibungsgründe verpflichtend eine Statistik geführt werden? Unten in den Kästchen präsentiert mamma.ch die interessantesten Fragen aus der repräsentativen Umfrage und die Resultate dazu.

Alles in allem zeichnet sich ein Stimmungsbild ab, in dem die erfragten Anliegen sehr deutlich unterstützt werden. Am stärksten war die Zustimmung übrigens bei folgenden Bevölkerungsgruppen: bei der Landbevölkerung, bei Personen mit Kindern und bei Deutschschweizern.

 

Die Umfrage fand in der Zeit vom 21. bis 26. November 2016 statt. Es wurden insgesamt 1102 computergestützte Telefoninterviews durchgeführt. Zielgruppe war die Wohnbevölkerung der gesamten Schweiz ab 15 Jahren. Die Messgenauigkeit beträgt +/– 3 %.

 

Bedenkzeit einführen. Frage: «Bisher ist es möglich, eine Abtreibung sofort vornehmen zu lassen. Sollen Frauen, die eine Abtreibung erwägen und deswegen zum Arzt gehen, eine Bedenkzeit von drei Tagen erhalten, um keine übereilten Entschlüsse zu fällen?»

Resultat der Umfrage:

82 % «Ja»
13 % «Nein»
5 % «Weiss nicht»/keine Angabe

Abtreibungen wegen «falschem» Geschlecht verbieten. Frage: «Bisher ist es faktisch möglich, ein Kind aufgrund seines Geschlechts abzutreiben. Soll das in Zukunft verboten werden?»

Resultat der Umfrage:

77 % «Ja»
19 % «Nein»
4 % «Weiss nicht»/keine Angabe

Zur-Abtreibung-Drängen als Strafdelikt ahnden. Frage: «Sollen Personen gebüsst werden können, die Frauen unter Druck setzen, ihr Kind abzutreiben?»

Resultat der Umfrage:

70 % «Ja»
21 % «Nein»
8 % «Weiss nicht»/keine Angabe

Abtreibungsgründe statistisch erfassen. Frage: «Sollen die Gründe, weshalb Frauen abtreiben, statistisch anonym erfasst und ausgewertet werden?»

Resultat der Umfrage:

65 % «Ja»
31 % «Nein»
4 % «Weiss nicht»/keine Angabe

 

 

Die Nationale Ethikkommission auf Abwegen

 

Geschlechtsselektion. Neuartige Tests liefern bereits ab der 9. Schwangerschaftswoche die Information über das Geschlecht des Kindes. Die Tests können so zu einer straffreien gezielten Abtreibung von Mädchen oder Jungen vor Ablauf der 12. Woche missbraucht werden. Bei der Revision des Bundesgesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen will der Bundesrat deshalb, dass die schwangere Frau das Geschlecht des Kindes erst nach der 12. Woche erfahren darf. In einer am 24. Februar 2017 veröffentlichten Stellungnahme vertritt nun die Nationale Ethikkommission (NEK) die entgegengesetzte Haltung. In der Schweiz bestehe gar keine Praxis der Geschlechtsselektion, behauptet die Kommission. Dagegen sagt Thomas Eggimann vom Verband der Schweizer Gynäkologen am 1. März 2017 auf Radio SRF: «Es gibt immer wieder Anfragen, welches Geschlecht das Kind hat. Teils auch aus religiösen Gründen.» Und Daniel Surbek, Chefarzt der Berner Frauenklinik, schätzt, es könnten schweizweit pro Jahr 100 Fälle von Abtreibungen aufgrund des Geschlechts sein.