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Nachrichten
Politik21.11.2013

«Viele wussten bisher nicht, dass sie Abtreibungen mitfinanzieren»

Interview mit Elvira Bader, Co-Präsidentin des Initiativkomitees

Elvira Bader.

Hier zu Hause auf ihrem Balkon – doch von 1999 bis 2011 sass sie auch in Bern im Nationalrat: Elvira Bader, CVP-Politikerin aus Mümliswil bei Balsthal. (© Bild: Fritz Imhof)

Am 9. Februar 2014 ist es soweit: dann entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die eidgenössische Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache». Das Initiativkomitee ist überzeugt: Wenn es gelingt, eine eindrückliche Abstimmungskampagne zu führen, gibt es ein Ja zur Initiative. Mamma.ch hat Co-Präsidentin Elvira Bader einige Fragen gestellt.

2010, als die Initiative lanciert wurde, war Elvira Bader noch im Nationalrat – ihr elftes Jahr. «Ich wusste von Anfang an, 12 Jahre sind genug, sonst nimmt man jüngeren Generationen die gleiche Möglichkeit einer politischen Karriere», sagte sie im Sommer 2011 dem Schweizer Fernsehen. Entsprechend kandidierte die Solothurner CVP-Politikerin bei den Wahlen im Herbst 2011 nicht mehr. Hauptberuflich war und ist sie als Bäuerin in Mümliswil bei Balsthal tätig. «Von ihrem Berghof überblickt man nicht nur die herrliche Juralandschaft, sondern darüber hinaus das Mittelland und den Alpenkranz», steht auf der Website der CVP Solothurn zu lesen.

 

Frau Bader, was hat Sie 2010 dazu bewogen, die Volksinitiative zu unterstützen und sich sogar als Co-Präsidentin des Initiativkomitees zu engagieren? Inwiefern spielte dabei auch das «C» im Namen Ihrer Partei eine Rolle?

Ich habe mich immer gegen die Abtreibung ausgesprochen. Leider ist eine Abtreibung in der Schweiz heute unter gewissen Bedingungen legal. Das muss ich akzeptieren. Die Frauen können also selbst entscheiden, ob sie das Kind gebären wollen oder abtreiben. Da ist es für mich doch auch logisch, dass sie die Abtreibung selbst bezahlen. Alle, die heute mit der Krankenkasse gezwungen sind, die Tötung eines Kindes mitzufinanzieren, werden bei der Entscheidung der Frau ja auch nicht gefragt. Das «C» im Namen meiner Partei ist für mich Verpflichtung, alles daran zu setzen, dass Leben geschützt wird und wir Sorge tragen zur Schöpfung.

 

Zwei Drittel von den 110'000 Unterzeichnern der Volksinitiative sind Frauen. Die Nationalrätinnen hingegen, die im Parlament für die Initiative gestimmt haben, lassen sich praktisch an einer Hand abzählen. Woher rührt aus Ihrer Sicht dieser Gegensatz zwischen der «Frau aus dem Volk» und der «Frau im Parlament»?

Oft ist das Anliegen von Initianten für die Parlamentarierinnen «nicht am richtigen Ort». Also es sollte eher ins Gesetz und nicht in die Verfassung oder umgekehrt. Mit diesem Argument müssen sie sich auch nicht festlegen … und gerade bei einem sensiblen Thema wie der Abtreibung verstecken sie sich gerne. Wer sich für das Anliegen des Lebensschutzes stark macht, gilt oft als Hinterwäldlerin oder Konservative, und wer ist das schon gerne. Sie werden oft auch sehr negativ angegangen, und das schreckt doch ab.

 

Die meisten Frauen würden nie eine Abtreibung vornehmen – und sie wollen auch keine Abtreibungen mitfinanzieren müssen. Doch es gibt auch jene, die eine Abtreibung vornehmen – und die den Standpunkt vertreten: «Ich zahle doch meine Abtreibung nicht selber, das soll die Krankenkasse übernehmen!» Was sagen Sie solchen Frauen?

Abtreibung ist keine Krankheit, sondern Zerstörung von Leben. Die Krankenkasse soll aber dazu dienen, Leben zu retten, Gesundheit zu fördern und Krankheiten zu bekämpfen und zu lindern. Die Eigenverantwortung muss auch in diesem Bereich wieder spielen. Es muss wieder verantwortungsbewusster mit der eigenen Sexualität umgegangen werden und nicht alles dem Zufall überlassen werden. Wenn etwas schief geht, «darf» nach heutiger Regelung die Allgemeinheit bezahlen – und somit auch alle, die eine Abtreibung aus ethischen und moralischen Gründen ablehnen. Das muss mit unserer Initiative geändert werden.

 

Sie sind ausgebildete Primarlehrerin, haben selbst sechs Kinder und bereits vier Grosskinder. Wie vermitteln Sie den Kindern von heute jene Werte, die sie begreifen lassen, dass Abtreibung schlecht ist?

Das geht nur, wenn wir alle mit unserem Handeln immer wieder ein gutes Vorbild sind. Wir müssen Sorge tragen zu unserer Schöpfung, wieder alles, was uns geschenkt ist, wertschätzen und nicht als selbstverständlich und jederzeit ersetzbar betrachten. Wir müssen die Liebe zu den Menschen, zur Natur und zur Umwelt leben. Das ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich.

 

Zum Schluss: Was stimmt Sie zuversichtlich für den Ausgang der Abstimmung vom 9. Februar 2014?

Erstens bin ich überzeugt, dass die Mehrheit der Bevölkerung nur die wichtigsten Leistungen in der obligatorischen Grundversicherung der Krankenkasse haben will. Zweitens denke ich, dass viele Bürgerinnen und Bürger sich bisher nicht bewusst waren, dass sie mit ihrer Prämie Abtreibungen mitfinanzieren. Und drittens werden auch die ethischen und moralischen Argumente von der Bevölkerung verstanden.

 

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