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Politik21.07.2015

PID: Die Tür sperrangelweit öffnen?

Das Referendum gegen das PID-Gesetz ist dringend nötig

Tür zum Nationalratssaal.

Offene Schwingtür zum Nationalratssaal, Bern: Parlamentarier wollen die PID hereinlassen! (© Bild: parlament.ch)

Am 14. Juni hat es in der Abstimmung zum PID-Verfassungsartikel beim Ständemehr leider knapp nicht für ein NEIN gereicht. Nun kann aus Sicht des Lebensschutzes nur das Referendum gegen das PID-Gesetz noch Schlimmeres verhindern.

National- und Ständerat haben das Gesetz zur Präimplantationsdiagnostik (PID) schon am 12. Dezember 2014 abgesegnet. Die vom Parlament beschlossene Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes geht dermassen weit, dass die Tür in absehbarer Zeit sperrangelweit offen stünde.

Insbesondere will das revidierte Gesetz die PID auch für Paare erlauben, die nicht mit einer schweren Erbkrankheit belastet sind. Sämtliche Paare, welche die In-vitro-Fertilisation in Anspruch nehmen (derzeit um die 6000 pro Jahr), könnten ihre Embryos vor der Einpflanzung in die Gebärmutter auf Chromosomenstörungen untersuchen lassen. Dies aber ist ein Schritt Richtung Menschenzüchtung. Die Forderung nach der Zulassung von «Retter-» und «Designerbabys» würde nicht lange auf sich warten lassen.

 

Jetzt Unterschriftenbögen bestellen. Mit der Publikation des revidierten Gesetzes im Mitteilungsblatt des Bundes beginnt eine 100-tägige Frist zu laufen, während der mit 50'000 Unterschriften eine Volksabstimmung über die Vorlage verlangt werden kann. Der Verein Mamma will einen namhaften Beitrag zum Zustandekommen des Referendums leisten und zählt auf die tatkräftige Unterstützung seiner Mitglieder, Freunde und Gönner.

Bereits jetzt können Sie Unterschriftenbögen bestellen: per E-Mail (info(at)mamma.ch), Telefon (061 703 03 07) oder Mitteilung auf dem Einzahlungsschein. Die Unterschriftenbögen werden zugestellt, sobald die Referendumsfrist zu laufen beginnt.

 

Die «Besten» in der Abstimmung vom 14. Juni

 

Ein Blick auf die politische Landkarte. Hier gab es die höchsten NEIN-Stimmen-Anteile gegen die PID:

Kantone:
1. Obwalden (55,8 % NEIN)
2. Appenzell Innerrhoden (55,5 %)
3. Uri (53,9 %)

Bezirke:
1. Entlebuch (LU; 65,1 %)
2. Bezirk Unterklettgau (SH; 60,1 %)
3. Bezirk Schwyz (SZ; 59,8 %)

Gemeinden:
1. Corippo (TI; 100 %)
2. Riemenstalden (SZ; 93,1 %)
3. Seehof (BE; 87,5 %)

 

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