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Nachrichten23.09.2015

US-Skandal: Die Abtreibungsindustrie kennt keine Skrupel

Expertin vermutet: Situation in der Schweiz kaum besser

Körperteile eines abgetriebenen Kindes.

Die Organe werden verwertet: Für Labore schlachten Abtreibungsanbieter die sterblichen Überreste der Kinder aus, die sie getötet haben – und verkaufen sie. Das Bild stammt aus einem der Enthüllungsvideos und zeigt Körperteile eines Kindes, das nach 11 Wochen und 6 Tagen Schwangerschaft abgetrieben wurde.

David Daleiden.

David Daleiden (26): der Leiter der Recherchen.

Ärztin von Planned Parenthood.

Versteckt gefilmt: eine leitende Ärztin von PP während eines Business-Lunches. (© Bilder: centerformedicalprogress.org)

_Geheime Aufnahmen belegen Handel mit abgetriebenen Babys_   Amerikas grösster Abtreibungsanbieter tötet die Babys nicht nur, sondern verkauft auch noch ihre Körperteile: Zu diesem Ergebnis kommt eine gross angelegte Recherche von jungen Lebensschützern in den USA. Nach der Publikation schockierender Videos haben Regierungsstellen mit den Ermittlungen begonnen.

«Planned Parenthood» – zu Deutsch «geplante Elternschaft» – heisst das angeschuldigte Unternehmen. Abtreibung wird dort offensichtlich als Bestandteil der Familienplanung angesehen und praktiziert: Nicht weniger als ein Drittel aller Abtreibungen in den USA gehen auf das Konto der Planned Parenthood Federation of America (PP). In den Hunderten PP-Kliniken, die über den ganzen Kontinent verstreut sind, wurden allein im Jahr 2013 insgesamt 357'653 Abtreibungen vorgenommen.

 

Illegaler Handel. Doch damit nicht genug. Eine Gruppe junger Lebensschützer hat diesen Sommer einen regelrechten Skandal ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt: PP-Kliniken treiben Handel mit dem «Gewebe» von abgetriebenen Kindern. «Material» aus der 8. bis hinauf zur 24. Schwangerschaftswoche wird dabei zum Zweck der Verwertung in öffentlichen und privaten Biotech-Einrichtungen weitergereicht – und zwar gegen Entschädigung «pro Einzelteil». Mit einem solchen geschäftsmässigen Vorgehen bewegen sich die PP-Kliniken auf illegalem Terrain.

Die Organe abgetriebener Kinder – etwa Herz, Lunge, Leber – können unter anderem zur Transplantation bei Früh- oder Neugeborenen verwendet werden. Zellen können kultiviert werden und anschliessend auch bei Erwachsenen zum Einsatz kommen (zum Beispiel Hirnzellen für alle Erkrankungen, die vom Gehirn aus gesteuert werden, also Rückenmarkserkrankungen, Multiple Sklerose, Demenzerkrankungen, …). Sogar in bestimmten Kosmetikprodukten sind Zellen abgetriebener Kinder enthalten.

 

Enthüllungsvideos. Die Enthüllung des Skandals war von einer kleinen Gruppe von Lebensschützern um David Daleiden (26) über 30 Monate hinweg in aufwendiger Recherchearbeit vorbereitet worden. Sie hatten dazu eigens die Firma «BioMax» gegründet und gaben vor, wie andere, schon bestehende Firmen die Körperteile abgetriebener Kinder an Forschungslabore vermitteln zu wollen. So bekamen David Daleiden und seine «Arbeitskollegin» Zugang zu leitenden PP-Mitarbeiterinnen. Sie führten Gespräche und Verhandlungen und filmten dabei heimlich mit Mini-Kameras (die etwa in der Krawatte oder einer Halskette versteckt sein konnten). Zudem trugen sie Dutzende Aussagen von Zeugen und einer «Whistleblowerin» zusammen. Am 14. Juli 2015 begann die Gruppe damit, in praktisch wöchentlicher Folge Ausschnitte des gesammelten Filmmaterials zu veröffentlichen. Bis zur Publikation dieses Artikels auf Mamma.ch sind es schon zehn Kurzvideos, die im Internet abrufbar sind, dazu auch die ungeschnittenen Originalversionen der aufgenommenen Gespräche.

Was man in den Enthüllungsvideos zu hören und zu sehen bekommt, ist an vielen Stellen wirklich kaum zu ertragen. Da spricht zum Beispiel eine leitende Ärztin von PP im Rahmen eines Business-Lunches in lockerem Ton davon, man könne je nach Organ-Nachfrage die Abtreibungsmethode auch anpassen – um das «Material» möglichst «unversehrt» aus der Gebärmutter herauszubringen. Pro «Einzelteil» eines abgetriebenen Kindes werden den aufgezeichneten Gesprächen zufolge ca. 50 bis 75 Dollar in Rechnung gestellt. In zwei PP-Filialen erhalten die «BioMax»-Vertreter zudem die Gelegenheit, die «Qualität» der verfügbaren «frischen fötalen Körperteile» zu begutachten. (Dabei kamen die Aufnahmen zustande, aus denen die oberste Abbildung in diesem Artikel stammt. «Dieser Ort war wirklich wie ein Stück Hölle», sagte David Daleiden dazu Anfang August in einem TV-Sender.)

 

Heftige Reaktionen. Dank der Enthüllungsvideos rückte der schon seit Jahren praktizierte illegale Handel mit abgetriebenen Kindern ins öffentliche Bewusstsein der Amerikaner. Das erste der Kurzvideos wurde auf YouTube schon rund 3 Millionen Mal gesehen. Obwohl die klassischen Medien die Story zunächst nicht brachten, war sie in den sozialen Medien ein Topthema. Die Reaktionen auf die Enthüllungen waren heftig, die Empörung gross. PP wird jährlich mit rund 500 Millionen Dollar Steuergeldern der Regierung Obama gefördert. Diese immensen staatlichen Gelder gehören nun endlich gestrichen, verlangen viele – auf der politischen Ebene natürlich vor allem Republikaner. Abtreibung wird damit definitiv wieder zu einem Thema im Vorwahlkampf zu den Präsidentschaftswahlen.

Mehrere US-Staaten sowie drei Kongresskommissionen haben Untersuchungen von PP lanciert. In diversen Staaten ist die Subventionierung durch Steuergelder bereits gestrichen worden. Der Skandal dürfte für PP nicht so schnell ausgestanden sein. Amerikas Lebensschützer hoffen, dass die Aufdeckung von immer mehr Skandalen das Ansehen des grössten Abtreibungsanbieters mit der Zeit derart schwächt, dass es schliesslich zum endgültigen Aus für das Unternehmen kommt … Der Verein Mamma drückt von der Schweiz aus die Daumen! – und will auch hierzulande das «Geschäft Abtreibung» verstärkt in den Blick nehmen (vgl. die folgende Box «Und die Schweiz?»).

 

«Und die Schweiz?» – Drei Fragen an Alexandra M. Linder, Expertin rund um das Thema «Geschäft Abtreibung»

 

Frau Linder, Ihren Recherchen zufolge ist die Organentnahme bei abgetriebenen Kindern international verbreitet. Tatsächlich ist sie ja auch in der Schweiz legal, allerdings verbieten die relevanten Gesetze jegliche Kommerzialisierung. Was denken Sie, halten sich die abtreibenden Ärzte in der Schweiz an das Handelsverbot – oder gibt es Gründe, eine Geschäftemacherei ähnlich wie in den USA zu vermuten?

Alexandra Linder (© Bild: Paul Badde)Alexandra M. Linder: Die Vermutung liegt nahe. Abtreiber verdienen mit der Tötung von Kindern vor der Geburt viel Geld. Für deren fachgerechte Entsorgung als «potenziell infektiöser Klinikabfall» haben sie Gebühren zu entrichten. Wenn sich als Alternative ein steuerfreier Zusatzverdienst inklusive kostenloser Entsorgung anbietet, warum sollte man dieses Angebot nicht annehmen? Wir sollten uns von der Vorstellung trennen, dass jemand, dem es keine Bedenken bereitet, Kleinstkinder zu töten, Skrupel hat, sie danach gewinnbringend einer Verwertung zuzuführen.

Wenn man ausserdem recherchiert, wie viele Behandlungsmöglichkeiten es inzwischen mit embryonalen und fötalen Zellen gibt, von «Anti-Aging» bis hin zu Krankheiten wie Parkinson oder Diabetes, stellt sich die Frage, woher diese Zellen stammen. Für eine Parkinson-Therapie braucht es zum Beispiel 10 bis 20 Föten. Die amerikanische Firma StemExpress, die fötale Leberzellen vertreibt und mit Planned Parenthood zusammengearbeitet hat, betont in ihrer Firmenphilosophie, dass Diskretion eines der obersten Gebote ist. Das heisst übersetzt: Verkauft uns die Kinder, es erfährt niemand davon.

 

Als Reaktion auf den Skandal in den USA wurden aus deutschen Lebensrechtskreisen Stimmen laut, die eine umfassende Untersuchung von Pro Familia (Deutschland), dem deutschen Mitglied des weltweiten Dachverbands International Planned Parenthood Federation (IPPF), verlangen. Wäre es sinnvoll, auch für Sexuelle Gesundheit Schweiz, das Schweizer IPPF-Mitglied, eine solche Untersuchung anzustrengen?

Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e. V., deren stellvertretende Bundesvorsitzende ich bin, unterstützt die Forderung in Deutschland nachdrücklich. Denn Pro Familia betreibt erstens selbst Abtreibungseinrichtungen und zweitens lehnt sie jede Einschränkung der Abtreibung und damit die deutsche Schwangerschaftsberatungsregelung vehement ab, ist aber mit ihren Beratungsstellen genau in diesem System steuerfinanziert tätig.

In der Schweiz entspricht die gesetzliche Abtreibungsregelung überwiegend der IPPF-Ideologie, die auch von Sexuelle Gesundheit Schweiz vertreten wird. Sollte diese Organisation in die Durchführung von Abtreibungen involviert sein, empfiehlt sich natürlich eine Untersuchung.

 

Der Skandal in den USA ist ja wesentlich dank versteckter Kameras und vorgespieltem Interesse an geschäftlicher Zusammenarbeit aufgeflogen. Es gibt Menschen, die Bedenken haben, ob solche «verdeckten Recherchen» ethisch vertretbar sind. Wie sehen Sie das?

Ohne die verdeckte Recherche wäre der Skandal erst später oder nie entdeckt worden. In anderen Bereichen regt man sich über diese Methode nicht auf. Hier aber wurde ein wunder Punkt getroffen, der uns alle seit Jahrzehnten ethisch belastet: die Entmenschlichung der Kinder vor der Geburt mit all ihren grausamen Folgen. Das war wichtig.

 

Alexandra M. Linder (49) gehört zu den führenden Köpfen der Lebensrechtsbewegung in Deutschland. Neben ihrer ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit in der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e. V. leitet sie auch den Schwangerennotruf vitaL. Sie ist Mutter von drei Kindern und arbeitet freiberuflich als Publizistin und Übersetzerin. 2009 erschien ihr erstes Buch «Geschäft Abtreibung», in dem sie viele skandalöse Fakten und Zusammenhänge rund um dieses Tabuthema aufdeckte (ISBN 978-3-7902-5792-2).

 

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Die deutsche Publizistin und «Vorkämpferin für ein neues Frauen- und Familienbild» Birgit Kelle hielt im Vorfeld der Mitgliederversammlung des Vereins Mamma am 9. Juni 2018 einen Vortrag zum Thema «Scheitert der Feminismus an der Mutterschaft?». Sehen Sie in diesem kurzen Video eine Zusammenfassung der Veranstaltung (Dauer: knapp 4 Minuten).

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Interview mit Birgit Kelle

Sehen Sie in diesem Video ein separates Interview mit Birgit Kelle (Dauer: knapp 10 Minuten).

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Grussbotschaft des US-Präsidenten an den Washingtoner Marsch für das Leben

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So viele Menschen nahmen am March for Life 2018 teil!

Bei besten äusseren Bedingungen fand am 19. Januar 2018 der 45. March for Life (Marsch für das Leben) in Washington D.C. statt. Sehen Sie hier aus der Vogelperspektive eine auf 1 Minute Dauer geraffte Aufnahme des schier endlosen Demonstrationszuges! – Video ohne Ton – Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite) – Quelle: studentsforlife.org

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Ein Genie um ein Haar abgetrieben

Dieser professionell gemachte Kurzfilm basiert auf einem wahren Hintergrund. Er spielt im 18. Jahrhundert. Eine Schwangere bewegt sich am Rande des Abgrunds. Auch ihrem Kind droht die Vernichtung … Doch es kommt nicht soweit. Stattdessen kann die Mutter schliesslich trotz schwieriger Geburt aufrichtig Ja zu ihrem Kind sagen – oder, mit den Worten des Films gesprochen: sie schafft es, «die Misstöne aufzugreifen» und mit ihnen «eine neue Melodie zu beginnen».  Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln  Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite)  Quelle: crescendomovie.com

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Das Geburtstagskind wurde abgetrieben

Es ist ein Gedanke, der viele Frauen nach einer Abtreibung verfolgt: «Was wäre, wenn mein Kind noch leben würde?» Im Kurzfilm «Aaron» hat eine junge Frau am errechneten Geburtstag ihres abgetriebenen Sohnes mit dieser Frage zu kämpfen: Sie bildet sich ein, den Tag mit ihm auf dem Spielplatz zu verbringen. Das Video gipfelt darin, dass sie alleine auf einer Parkbank sitzt und die Stimme eines kleinen Jungen flüstern hört: «Ich liebe dich, Mama. Ich vergebe dir.»  Sprache: Englisch – Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite)  Quelle: lifesitenews.com

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«Mami, ich will erzählen, was Abtreibung wirklich ist»

Der Kurzfilm «To Be Born» («Geboren werden») handelt von einer jungen Frau, die mit einer ungeplanten Schwangerschaft konfrontiert ist und vorhat abzutreiben. Mitten in der Prozedur befindet sie sich in einer bedauerlichen Situation: Sie hört ihre ungeborene Tochter, die beginnt, die erschütternden Details über das, was mit ihr gerade geschieht, zu schildern. – ACHTUNG: Dieser Film enthält Szenen mit Darstellungen, die für Minderjährige sowie empfindlich reagierende Zuschauer möglicherweise nicht geeignet sind. – Sprache: Englisch – Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite) – Quelle: tobeborn.com – Kommentar: Teilweise keine leichte Kost, aber echt professionell gemachter Kurzfilm!

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«Dein Fleisch und Blut»

Rap-Videoclip «Dis Fleisch und Bluet» (Dein Fleisch und Blut) – Stego feat. Cesca – Sprache: Schweizerdeutsch – Grösseres Bild in höherer Auflösung: Klick auf das YouTube-Zeichen (Link auf YouTube-Seite) – Quelle: stego.ch

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