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Nachrichten29.03.2016

«Abtreibend? Ach was …» (Hauptsache, die Kasse klingelt!)

Marketing-Trick bei der «Pille für 5 Tage danach»

Beratung in einer Apotheke (Symbolbild).

Die Leben vernichtende Wirkung von ellaOne® wird verschwiegen oder sogar explizit abgestritten (Symbolbild). (© Bild: goodluz/panthermedia.net)

_«Notfall»-Pille: mit irreführender Patienteninformation_ Seit Februar 2016 bekommt man ellaOne® auch in der Schweiz ohne ärztliches Rezept. Die Herstellerfirma verfolgt ihre Verschleierungstaktik rund um die abtreibende Wirkung konsequent weiter – und blendet dabei die Fakten aus. Mamma.ch konsultierte zu dem Thema den Experten Dr. med. Rudolf Ehmann.

ellaOne®, die «Pille für 5 Tage danach», wird von der Herstellerfirma HRA Pharma offensichtlich als der neue Standard für die sogenannte «Notfallverhütung» betrachtet und dementsprechend «gepusht». Zeitgleich mit der Aufhebung der Rezeptpflicht – vor einem Jahr schon in der gesamten Europäischen Union – hat HRA Pharma auch den Marktauftritt von ellaOne® überarbeitet.

Das Unternehmen behauptet in der Kundeninformation ausdrücklich, ellaOne® führe «nicht zum Abbruch» einer bereits «bestehenden Schwangerschaft» (neuer Vermerk in der Packungsbeilage) und habe «keine Auswirkung auf die Einnistung eines schon befruchteten Eis» («Patientenbroschüre»).

 

Wissenschaftlich inkorrekt. Für die erste Behauptung kann sich die Pharmafirma noch auf die sehr seltsame Schwangerschafts-Definition des Fachverbands der amerikanischen Gynäkologen aus dem Jahr 1965 berufen. Der zufolge beginnt eine Schwangerschaft erst mit erfolgter Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter. Einen bereits eingenisteten Embryo zu töten, dazu reicht eine «normale», einmalige Dosis ellaOne® tatsächlich nicht aus.

Für die zweite Behauptung aber gibt es keine Ausrede: Dass ellaOne® «keine Auswirkung auf die Einnistung eines schon befruchteten Eis» haben soll, ist wissenschaftlich inkorrekt. Dies hat der Schweizer Gynäkologe Dr. med. Rudolf Ehmann ausführlich dargelegt.1 ellaOne® vermag einem bereits befruchteten Ei die Einnistung («Nidation») in die Gebärmutter zu verunmöglichen. Somit kann auf jeden Fall bereits gezeugtes neues Leben vernichtet werden – und es ist, sofern der Beginn einer Schwangerschaft nicht so abstrus definiert wird wie oben geschildert, auch bereits zu diesem Zeitpunkt von einer abtreibenden Wirkung zu reden.

 

Grosses finanzielles Interesse. Zweifellos ist der Grund für das unehrliche Verhalten der ellaOne®-Herstellerfirma im allzu grossen finanziellen Interesse zu suchen, das für sie mit den «Pillen danach» verbunden ist. Dr. Ehmann weist darauf hin, dass es gerade auch beim Erschliessen neuer Märkte wie Südamerika um ein Milliardengeschäft geht, das sich die Firma natürlich nicht entgehen lassen will – weshalb sie die abtreibende Wirkung abstreitet (vgl. Box «Drei Fragen an …»).

 

Drei Fragen an Frauenarzt Dr. Rudolf Ehmann

 

Herr Dr. Ehmann, haben Sie die Aufhebung der Rezeptpflicht für ellaOne® durch das Schweizerische Heilmittelinstitut erwartet – oder hätte Swissmedic durchaus auch anders entscheiden können als die EU-Behörde vor einem Jahr?

Dr. Rudolf Ehmann: Ich habe es erwartet, dass die Rezeptpflicht aufgehoben wird. Die Aufhebung liegt heute weltweit im Trend. Rein von der Frage der Unabhängigkeit her hätte Swissmedic aber auch anders entscheiden können als die EU-Behörde.

 

Wissen die Fachpersonen an den Abgabestellen – Apotheker, Ärzte, Sexualberater – von der Leben vernichtenden Wirkung der «Pillen danach»?

Fachpersonen sind heutzutage so gut im Bild, dass ihnen die nidationshemmende Wirkung der «Pillen danach» bekannt sein muss. Ob sie allerdings dieses Wissen im Beratungsgespräch an die Kundinnen weitergeben, ist eine andere Frage.

 

Wie ist es möglich, dass sich die Verschleierungstaktik bzw. die bewusste Irreführung rund um die abtreibende Wirkung der «Pillen danach» derart ungehindert durchsetzen kann? Was lässt sich tun, um dies zu ändern?

Wie ich in meiner Arbeit über die Wirkungsweise von ellaOne® bereits geschrieben habe,1 besteht der Verdacht, dass die abtreibende Wirkung bewusst verschwiegen wird, um das Marketing gerade im südamerikanischen Raum nicht zu gefährden. Denn hier geht es um ein Milliardengeschäft! – Was wir tun können? Aufklären, aufklären, aufklären … denn die Wahrheit wird sich durchsetzen!

 

Dr. med. Rudolf Ehmann war 1984–2006/7 Chefarzt Gynäkologie/Geburtshilfe am Kantonsspital Nidwalden in Stans. Seit 2008 humanitäre medizinische Einsätze in Kamerun. Langjährige Beschäftigung mit bioethischen Fragen der Reproduktionsmedizin und Geburtenregelung; Publikationen und Vorträge.

 

1 Rudolf Ehmann: Zur Kontroverse um Wirkungsmechanismen von Postkoitalpillen; F.I.A.M.C., November 2013; online im Internet unter fiamc.org/bioethics/wirkungsmechanismen-von-postkoitalpillen

 

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