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Politik18.05.2011

Fünfzig Menschen opfern für ein «Wunschkind»?

Das wahre Gesicht der Präimplantationsdiagnostik (PID)

Menschen im Reagenzglas zeugen: Das erlaubt sich der Mensch seit nun schon mehr als 30 Jahren. Technisch ist es ebenso machbar, die Embryos vor der Einpflanzung in die Gebärmutter auf genetische Krankheiten hin zu testen und auszusortieren. Über diese Möglichkeit – die sogenannte «Präimplantationsdiagnostik », kurz «PID» – sind in Deutschland und in der Schweiz politische Debatten im Gang.

Im Märchen von Aschenputtel gibt es die Stelle, wo das Mädchen Linsen aus der Asche auslesen muss: «Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.» An diese Szene fühlt man sich erinnert, wenn man sich vor Augen führt, was die Ärzte bei der PID mit den Embryos machen, die sie vorher im Reagenzglas gezeugt haben: Sie sortieren die «schlechten» Embryos aus! Die Aussortierung soll verhindern, dass erbkranke Embryos in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Eine zweite Aussortierung, also eine «doppelte PID», ist nötig, wenn ein eigentliches «Heilmittel-Baby» herangezüchtet werden soll.

Prof. René Frydman und sein Team am Antoine-Béclère-Spital im Pariser Vorort Clamart sind verantwortlich für die «Kreation» des ersten «Heilmittel-Babys» in Frankreich. Gerne hätte mamma.ch von dem Gynäkologen gewusst, wie viele «schlechte» Embryos sein Team ins «Kröpfchen» geben – sprich vernichten – musste, um den einen «guten» zu erhalten, der dann zum Baby heranwachsen «durfte». Doch Prof. Frydman konnte (oder wollte?) die Frage nach der Anzahl nicht beantworten. Er schrieb zurück: «Die Anzahl der zerstörten Embryos hat in dieser Geschichte keine grosse Bedeutung. Ich kenne die Anzahl nicht. Das wichtigste ist die Zahl der gewonnenen gesunden Embryos.» – Das ist eine unglaubliche Aussage, wenn man bedenkt, dass jeder Embryo ein Mensch ist!

 

OHNE GARANTIE. Mamma.ch hat sich dann selbst auf die Suche gemacht nach Zahlenmaterial zu den «Verlusten» von Embryos während einer PID. Fündig wird man in den Statistiken der Europäischen Gesellschaft für menschliche Fortpflanzung und Embryologie (ESHRE). Das Ergebnis der Recherche ist erschreckend: Im Durchschnitt bleiben bei einem PID-Verfahren rund 50 Embryos auf der Strecke! Fünfzig Menschen werden geopfert für ein «Wunschkind»!

Wobei noch nicht einmal sicher ist, dass das «Wunschkind» tatsächlich auch ein gesundes ist. Diese Garantie kann auch die PID nicht geben. Immer wieder gibt es Fehldiagnosen, immer wieder kommen nach einer PID Kinder mit Missbildungen zur Welt. Deshalb wird während der Schwangerschaft auch noch eine Pränataldiagnostik durchgeführt. Schlimmstenfalls kommt es dann sogar zur Abtreibung des einen, für die Schwangerschaft auserkorenen Kindes!

 

MENSCHENUNWÜRDIG. Frankreichs erstes «Heilmittel-Baby» ist am vergangenen 26. Januar zur Welt gekommen. Umut-Talha heisst der Sohn türkischer Einwanderer und sieht aus wie ein gewöhnliches Baby – doch sein Leben ist von allem Anfang an völlig verzweckt. Seine Schwester Asya leidet an einer normalerweise tödlichen Erbkrankheit. Umut-Talha wurde unter den gezeugten Embryos ausgewählt, weil er selbst nicht Träger der Erbkrankheit ist und weil seine Bluteigenschaften zu jenen von Asya passen. Bei der Geburt von Umut-Talha wurde sogleich die an Stammzellen reiche Nabelschnur abgeschnitten und konserviert; mit den Stammzellen hoffen die Ärzte, in einigen Monaten Asya heilen zu können. – Selbst wenn sich diese Heilung einstellen sollte, kann auch ein solcher «Erfolg» die PID niemals rechtfertigen. Auch ein guter Zweck heiligt niemals ein schlechtes Mittel, und die PID ist ein sehr schlechtes Mittel!

So sieht sich etwa auch getäuscht, wer gedacht hat, eugenisches Denken sei überwunden. In der PID wird es wieder neu praktiziert. Mit der Aussortierung der Embryos masst sich die PID an, über «lebenswert» oder «lebensunwert» zu bestimmen. Man will Krankheit oder Behinderung eliminieren, indem man die Geburt betroffener Kinder verhindert. Dadurch aber diskriminiert die PID auch die schon geborenen Menschen mit einer Behinderung oder schweren Krankheit und leistet der Entsolidarisierung Vorschub. Vergessen geht dabei, dass 98 % aller Behinderungen und Erkrankungen erst im Laufe der Geburt oder des weiteren Lebens entstehen, und dass nur ein geringer Anteil davon genetisch bedingt ist!

 

DIE PID IN DER POLITIK. Der Deutsche Bundestag muss derzeit über eine PID-spezifische gesetzliche Regelung befinden. Am 14. April hat eine erste Debatte stattgefunden, im Juni soll die Frage entschieden werden.

In der Schweiz ist die PID gesetzlich verboten. Allerdings auch nicht mehr lange, wenn es nach dem Willen einer PID-Lobby ginge. Der Bundesrat hat vom Parlament den Auftrag erhalten, «eine Regelung vorzulegen, welche die Präimplantationsdiagnostik ermöglicht und deren Rahmenbedingungen festlegt.» Zurzeit sind die dafür notwendigen Änderungen des Verfassungsartikels 119 sowie des Fortpflanzungsmedizingesetzes in Arbeit. Voraussichtlich noch vor der Sommerpause wird der Bundesrat eine entsprechende Vernehmlassung lancieren. Schätzungsweise 2013 dürfte es dann zu einer Volksabstimmung kommen. Da es um eine Verfassungsänderung geht, ist es eine obligatorische Abstimmung.

Die PID darf nicht zugelassen werden! Sie opfert fünfzig Menschen für ein «Wunschkind». Sie tritt die Menschenwürde der Embryos mit Füssen. Und eine Zulassung wäre über kurz oder lang auch ein Dammbruch hin zur Geschlechtswahl und zum Designerbaby – denn ist die PID erst einmal legalisiert, werden die gesetzlichen Grenzen immer weiter ausgedehnt.

 

Drei Hauptgründe gegen die PID

 ? Die PID opfert für ein «Wunschkind» im Durchschnitt rund 50 Menschen.

? Die PID masst sich an, über «lebenswert» und «lebensunwert» zu bestimmen (Eugenik).

? Die PID diskriminiert Menschen mit einer Behinderung.

 

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