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Nachrichten
Politik23.09.2016

Abschied vom Embryo-Schutz – wie weiter?

Lebensschützer brauchen einen längeren Atem

Gynäkologische Beratung.

Der Wahn vom perfekten Menschen kann den Paaren das Leben ganz schön schwer machen. Mit der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) wird es nicht einfacher werden, im Gegenteil. Denn die PID bringt die Verantwortungslast eines enormen Embryoverbrauchs. (© Bild: 123RF)

Abstimmungsergebnis Schweizerkarte.

Zu viel Grün auf dieser Schweizerkarte: Nur in den hellrosa eingefärbten Bezirken gab es in der Volksabstimmung vom 5. Juni 2016 Nein-Mehrheiten. (Hellrosa = Nein zum PID-Gesetz; Grün = Ja zum PID-Gesetz (je dunkler das Grün, desto höher der Ja-Anteil). Quelle Karte: © BFS, ThemaKart, Neuchâtel 2016)

Symbolbild PID.

Ab circa Sommer 2017 dürfen Embryos aus künstlicher Befruchtung in der Schweiz systematisch getestet und vernichtet werden (Symbolbild; © 123RF).

Am 5. Juni 2016 hat die Schweiz ein extremes Fortpflanzungsgesetz angenommen. Vernünftigerweise kann das Thema des Embryo-Schutzes nicht sofort wieder mit politischen Vorstössen beackert werden. Umso dringender angezeigt ist eine kritische Beobachtung, wie das neue Gesetz praktisch umgesetzt wird. Zu gegebener Zeit sollte das Thema PID wieder aufgenommen werden.

897'318 «Nein» sind zwar schon eine hohe sechsstellige Zahl. Gegen die 1'490'417 «Ja» reichten sie trotzdem beim besten Willen nicht aus: Eine Mehrheit von 62,4 % stimmte am 5. Juni für das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz. Neben den verschiedenen Lebensschutzorganisationen hatten im Vorfeld auch andere sozial engagierte Organisationen, darunter zahlreiche Behindertenorganisationen, sowie politische Exponenten von rechts (wie Toni Brunner) bis links (wie Christian Levrat) die Vorlage des Parlaments als «zu weit gehend» bezeichnet. Wie das Abstimmungsergebnis zeigt, wurde die Warnung von allzu vielen Stimmbürgern in den Wind geschlagen.

 

10'000e kommen zu Tode. Das neue Gesetz erlaubt die Präimplantationsdiagnostik (PID) mit einer im europäischen Vergleich sehr liberalen Regelung. Der Volksentscheid vom 5. Juni kommt einem Abschied von jeglichem Embryo-Schutz bei der künstlichen Fortpflanzung gleich. Alle Paare, die die In-vitro-Fertilisation in Anspruch nehmen, dürfen in Zukunft ihre Embryos auf Gendefekte überprüfen, sie ausselektionieren und vernichten lassen. Dabei werden jährlich Zehntausende Kleinstmenschen zu Tode kommen.

Es gibt Stimmen, die behaupten, das Volk hätte eine eingeschränkte Zulassung der PID (nur für Paare mit Erbkrankheit) dem jetzt angenommenen Gesetz vorgezogen. Doch diesbezüglich mit einer Volksinitiative zu insistieren, würde vom Schweizer Stimmvolk zum jetzigen Zeitpunkt nicht goutiert, sondern als Zwängerei betrachtet. Vorläufig wird sich ein politisch orientiertes Engagement im Bereich des Embryo-Schutzes folglich auf das kritische Beobachten der Einführung der PID in der Schweiz beschränken müssen (Ausführungsbestimmungen zum Gesetz, Statistiken, Transparenz etc.). Bereits in wenigen Jahren sollte man aber wieder über die Bücher gehen und die Lage neu einschätzen. Zu wichtig ist das Thema für den Lebensschutz.

 

Das sagen die Gönner. In einer Umfrage erkundigten sich der Verein Mamma und das Komitee «PID stoppen» diesen Sommer bei ihren Gönnern, welche von 14 vorgeschlagenen möglichen Ursachen die Abstimmungsniederlage ihrer Meinung nach hat. Rund 700 Gönner nahmen teil. Mehr als 80 % von ihnen sehen in der Abstimmungsniederlage ein «Problem des Zeitgeistes». Rund 60 % führen sie auch auf «fehlendes Engagement der Kirchen» zurück, je gut 40 % auf «Einseitigkeit der Medienberichterstattung» und auf «unredliche Propaganda vonseiten des Bundesrates». Je rund 20 % meinten zudem, das Thema sei «für Stimmbürger nicht wichtig» oder «zu kompliziert» gewesen. Andere Gründe erhielten rund 15 und weniger Prozent Nennungen.

Die Abstimmungsniederlage löste bei vielen Lebensschützern eine gewisse Bedrücktheit aus. In begleitenden Kommentaren äusserten in der Umfrage zahlreiche Gönner besonders auch ihr Bedauern über die herrschende Gottvergessenheit, die sicher ihren Anteil daran hatte, dass ein so extremes Fortpflanzungsgesetz angenommen wurde. Gerade das Vertrauen auf Gott kann aber auch helfen, trotz der Abstimmungsniederlage nicht den Mut zu verlieren, sondern nach vorn zu schauen und gleichsam den nötigen «längeren Atem» für den Einsatz im Lebensschutz zu bekommen. Auch für den Schutz der Embryos werden sich früher oder später wieder neue Möglichkeiten auftun.

 

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