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Mamma intern23.09.2016

Gewissensfreiheit im Beruf als Frauenarzt

Dr. med. Josef G. Lingenhöle: «Das Gewissen ist nicht etwas Privates»

Dr. Lingenhoele.

Dr. Lingenhöle hat in seinem Werdegang von Anfang an konsequent nicht mitgemacht bei allem, wo Menschenleben vernichtet wird. (© Bild: zVg)

An einer Versammlung des Vereins Mamma sprach am 3. September 2016 Dr. med. Josef G. Lingenhöle über das Thema Gewissensfreiheit in der Ausbildung von medizinischen Berufen. Für mamma.ch beantwortete er anschliessend drei Fragen.

Herr Dr. Lingenhöle, können Sie unseren Lesern kurz schildern, was für Sie «Gewissensfreiheit» in Ihrem Beruf als Frauenarzt bedeutet?

Gewissensfreiheit im Beruf hat für mich zwei Aspekte: Zum einen, dass man nicht zu medizinischen Eingriffen gezwungen wird, die man vor seinem Gewissen nicht verantworten kann, und zum anderen, dass man aufgrund des Gewissensentscheids nicht diskriminiert wird. Das Gewissen ist nicht etwas Privates. Es verbindet die Menschen untereinander. Man kann darüber reden, sich gegenseitig vergleichen und «messen». Gewissen ist ein Begriff, der eng verwandt ist mit Mitwissen.

 

Inwiefern wird die Gewissensfreiheit in der Ausbildung medizinischer Berufe heute respektiert oder missachtet?

Respektiert wird das Gewissen, wenn man auf die Bedenken eines Menschen, gewisse Eingriffe – zum Beispiel Abtreibungen – vorzunehmen, eingeht und dieser Person trotzdem eine Anstellung gewährt. Heute verschanzen sich viele medizinische Institutionen hinter einem gesetzlichen Leistungsauftrag, obwohl nicht gerecht ist, was sie fordern. Zum Beispiel ist eine Abtreibung bis zur zwölften Woche «straffrei», aber es ist kein Recht und sie ist auch nicht gerecht. Man will heute vermehrt Unrecht zu Recht erklären. Das aber ist eine Verletzung der Tradition und der Rechtsordnung, die vom Römischen Recht kommt. Dadurch wird unsere Kultur infrage gestellt. Die Verbindlichkeit geht abhanden und es kommt zur Willkür.

 

Wie sollte die Frage der Gewissensfreiheit in medizinischen Berufen Ihrer Meinung nach in der Schweiz geregelt werden?

Im Prinzip haben wir ja schon eine Regelung in der Bundesverfassung (Art. 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit). Sie sollte nur befolgt werden. Dann würde niemandem, der seinem Gewissen folgt, ein Nachteil daraus erwachsen. Es gibt verschiedene Berufsgruppen, die besonders tangiert sind, wenn es ums Leben geht: Ärzte, Hebammen, Apotheker. Aber auch der Bereich der Transplantationen ist betroffen. Wichtig ist immer, dass die wissenschaftlichen Grundlagen berücksichtigt werden. Und dass man konsequent und ehrlich danach handelt. Bei der Abtreibung stellt sich die Frage: Ist der Embryo ein Mensch? Ja, also darf man ihn nicht töten. Ohne Wenn und Aber.

 

Dr. med. Josef G. Lingenhöle (52) ist Facharzt FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe. Er führt seit fünf Jahren eine eigene Praxis in Romanshorn und ist operativ tätig als Belegarzt. Dr. Lingenhöle ist verheiratet und Vater von drei Mädchen.

 

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